Das ist meine 2. Geburt, diesmal weiß ich aus tiefstem Herzen, dass ich meinem Körper und meinem Baby voll und ganz vertraue, ich haeb es schon erlebt, anders, aber diesmal wird es soviel besser. Ich weiß es, weil ich mich Monate lang! mental und körperlich darauf vorbereitet habe, ich habe dafür täglich vllt 20 min verwendet. Kommen wir zur Geburt. Ich bin bei 40+8 und habe Angst vor einer Einleitung, weil ich dachte, dass es dann nicht so werden kann, wie ich es mir immer und immer wieder vor Augen geführt habe. Ich bin also morgens zur Gynäkologen, die mir sagte das das Köpfchen schon gut im Becken sitzt und ich bei etwa 3cm Muttermundsöffnung bin. Der Tag an sich verlief wie jeder andere, ich hab nochmal mit meiner Hebamme telefoniert, was denn passiert, wenn ich das Baby allein zur Welt bringen möchte. Sie hat mit ein paar Tipps gegeben und was ich im Anschluss machen soll. Allerdings wies sie mich daraufhin, dass es 100% unsere Verantwortung ist und sie rechtlich nicht belangt werden kann, im Falle dessen, dass was passieren sollte. Nun war es 20 Uhr und meine Große wollte nicht schlafen - sie hat glaube ich gespürt, dass die Nacht aufregend wird. Als sie dann endlich eingeschlafen ist, ist die Fruchtblase noch auf dem Bett geplatzt, ich bin dann schnell ins Bad, da es schon ziemlich lief. Ich hab dann nochmal meinen Mann gefragt, ob er sich das genauso zutraut wie ich und er stimmte zu. Also blieben wir zu Hause, mein Mann ließ mir ein Bad ein, machte Kerzen an, dimmte die Lichter und war der beste Co-Pilot, den man sich wünschen konnte. Denn er hat mich in Ruhe gelassen, wenn ich es brauchte und war da , wenn ich es brauchte. Also veratmete ich die Wellen, die sich diesmal wirklich wie Druck und nicht wie Schmerz anfühlten, fast schon angenehm. Meine Musikliste lief im Hintergrund, während der Wellentimer, die Wellen zählte. Unsere Tochter wurde zwischendurch wach, da hat mein Mann gut übernehmen können, während ich auf dem Pezziball hin und her kugelte. Als ich merkte, dass die Wellen stärker wurden, bin ich nochmal in die Badewanne, setzte mich in die Hocke und veratmete die Wellen, das Köpfchen rutschte tiefer und ich hatte das Gefühl, dass er gleich geboren wird. Mein Mann klopfte in dem Moment und fragte, ob alles okay ist und ich sagte ihm, dass er jetzt ruhig dazu kommen kann. Eine Welle später war das Köpfchen geboren und mein Mann ging in Position, um in der nächsten Welle unser Baby aufzunehmen. So war es auch, er nahm den kleinen in die Hand und gab ihn mir in die Arme, so haben wir den Momemt genossen und unser Baby willkommen geheißen. In dem Moment lief in meiner Musikplayliste "Love someone" von Lukas Graham, das war so toll. Danach hab ich ihn an der Brust angelegt.